Ja, mich gibt es noch. Nach etwas längerer Zeit melde ich mich wieder. Als Vater einer 2jährigen Tochter, Ehemann und Vollzeit-Berufstätiger kommt man einfach nicht mehr zum Schreiben.
Allerdings bleiben auch andere Dinge „auf der Strecke“, wie z.B. ein gutes Buch lesen oder auch seinem Hobby No1 nachgehen, dem Bodybuilding. Im Grunde hat man nur noch „ungestörte“ Zeit für sich selbst im Job, im Auto oder auf der Toilette. Aber so geht es wohl vielen Eltern und besonders denen von Kleinkindern. Für mein Hobby bleibt in der Woche maximal und insgesamt 1 Stunde. Doch auch diese Zeit ist nur realisierbar, wenn sich meine Frau um Neele „kümmert“ und diese nichts davon weiß. Ansonsten würde Neele es nicht zulassen, dass Papa etwas ohne sie macht, wenn er da ist. Tja und lesen, dass würde wohl dann gehen, wenn sie abends zu Bett gegangen ist, aber das ist dann die Zeit für meine Frau und ich um zu reden, zu kuscheln oder einen Film anzusehen. Spätestens um 22 Uhr ist dann wieder Schlafenszeit, weil Neele in der Regel zwischen 5 und 6 Uhr morgens wieder Lust bekommt den Tag einzuläuten.
Achja, wie war das noch chillig als man(n) noch alleine war *seufz*. Doch gerade zu jenem Zeitpunkt hatte ich mich dann irgendwann nach 8 Jahren dazu entschlossen dieser Zeit ein Ende zu setzen und in Familie und Zwei-bzw. Dreisamkeit ein neues Leben zu beginnen, mit allen Konsequenzen wohlgemerkt.
Noch vermisse ich diese Zeit nicht. Nur ab und zu denke ich mal, wie wäre es jetzt angenehm, einfach nur dazuliegen und nichts weiter zu spüren als Stille. Tja, Vater-sein und Familienmensch sein, hat halt seinen Preis. Seit dem Neele auf der Welt ist und mein Leben um viele neue Erfahrungen bereichert, habe ich nicht mehr durchgeschlafen. 1-3 mal die Nacht stehe ich auf um nach Neele zu sehen, bzw. sie wieder zurecht zu legen. Das Vater-Sein hat halt, wie gesagt, seinen Preis, aber den „zahle“ ich gerne. Irgendwann, eines Tages, wird Neele dann Papa leider weniger brauchen und ich werde daran zurückdenken wie schön und erfüllend es war von ihr gebraucht zu werden. Doch heute ist heute und heute bin ich ihr Papa und wenn Papa dadurch weniger Zeit für sich selber hat, dann soll es so sein. Irgendwann, ja irgendwann werde ich genug Zeit haben darüber nachzudenken was mir dann fehlen wird. Irgendwie ist es ja eigentlich nie so richtig wie es gerade ist.
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